Bekämpfung des Missbrauchs bei fahrgemeinschaft.de

Hallo liebe Nutzer von fahrgemeinschaft.de!

Vielleicht habt ihr es ja schon gemerkt: In letzter Zeit ist die Anzahl der bei Fahrgemeinschaft.de angebotenen Fahrten ein wenig zurückgegangen. Der Grund hierfür ist, dass wir verstärkt gegen unzulässige gewerbliche Fahrer vorgehen und diese aus dem Portal löschen und aussperren. Das Aussortieren solcher Angebote sehen wir als wichtiges Qualitätsmerkmal!

Natürlich brauchen wir dazu weiter eure Unterstützung. Bitte meldet uns bei Verdacht gewerbliche Fahrer über die Funktion „Missbrauch melden“ am unteren Seitenende eines Fahrtenangebots (oder schickt uns eine email an missbrauch@fahrgemeinschaft.de ).

Allerdings gibt es auch seriöse gewerbliche Fahrer mit Personenbeföderungsschein und Gewerbeanmeldung. Inserate von gewerblichen Fahrern akzeptieren wir, wenn uns hierzu die nötigen Unterlagen vorliegen und die Gewerbetätigkeit deutlich sichtbar im Inserat kenntlich gemacht worden ist. Siehe hierzu auch: http://www.fahrgemeinschaft.de/forum/topic/302-regeln-zur-unterscheidung-von-gewerblichen-und-privaten-fahrern-bei-fahrgemeinschaftde/

Euer Admin M

<edit by admin>

An dieser Stelle werden wir gelegentlich über die Anzahl der gesperrten Anbieter berichten.

Seit dem 23.09.2013 wurden bisher 163 Anbieter bei Fahrgemeinschaft.de gesperrt sowie deren Angebote entfernt. Gesperrte Anbieter können sich mit den registrierten Identifikationsmerkmalen nicht wieder bei Fahrgemeinschaft.de anmelden. Ggf. werden wir Identifikationsmerkmale der gesperrten Anbieter über eine blacklist öffentlich einsehbar darstellen.

131009_Statistik_Missbrauch.JPG

passend zum Thema:

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/GSG-9-nimmt-Betrueger-in-Hannover-fest

Spezialkräfte der GSG-9 haben in Hannover zwei mutmaßliche Betrüger festgenommen. Die beiden Männer sollen mit gefälschten Onlinetickets die Deutsche Bahn um mehr als 300.000 Euro betrogen haben.

Hannover. Die beiden 23 und 26 Jahre Verdächtigen sollen mit ausgespähten Kreditkartendaten mehr als 2300 Onlinetickets gekauft und dann über verschiedene Internet-Portale günstig angeboten haben. Die beiden mutmaßlichen Betrüger waren nach HAZ-Informationen am Donnerstag in ihren Wohnungen in Ahlem und Misburg festgenommen worden, sie sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die beiden Verdächtigen gefährlich sind, kamen beim Zugriff die Spezialkräfte der GSG 9 zum Einsatz, sagte ein Sprecher der zuständigen Bundespolizei Hamburg. Zeitgleich durchsuchten rund 130 Beamte der Bundespolizei neun Wohnungen in Hannover und eine in Hamburg. Die Beamten stellten unter anderem Computer, Handys und zahlreiche Dokumente sicher.

Ins Rollen gekommen waren die monatelangen Ermittlungen gegen die beiden Hannoveraner sowie fünf weitere Verdächtige nach einem Bericht der ZDF-Sendung „Wiso“. Die Staatsanwaltschaft Verden wirft den Betrügern vor, insgesamt rund 2300 Onlinetickets bei der Bahn mithilfe von ausgespähten Kreditkartendaten gekauft zu haben. Anschließend wurden die Tickets bei verschiedenen Internetplattformen für einen deutlich günstigeren Preis angeboten. So wurden für Tickets, die regulär 200 Euro kosten, mitunter nur 40 Euro verlangt. Vor allem die bei Pendlern beliebte Seite mitfahrgelegenheit.de nutzen die Betrüger für den Verkauf der Fahrkarten, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Neben dem Fahrkartenbetrug sollen die Männer auch hochwertige Elektronikprodukte über das Internet versteigert und trotz Zahlungseingang nicht an den Käufer geliefert haben.

Die Einsatzkräfte der GSG 9 nahmen einen der Verdächtigen fest, als er gerade einen betrügerischen Deal abwickeln wollte. Sie verhinderten, dass er entsprechende Daten auf seinem Computer löschte. „Wir haben ihn in flagranti erwischt“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Er appellierte an Bahnkunden, nicht leichtgläubig günstige Fahrkarten auf Onlineportalen zu kaufen. Zwar werde in der Regel nicht gegen die Käufer ermittelt, wenn es aber auch auf Käuferseite eine betrügerische Absicht gebe, sei dies ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

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Gut dass Fahrgemeinschaft.de jetzt aktiv gegen solche Anbieter vorgeht!

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Seit dem 23.09.2013 wurden bisher 163 Anbieter bei Fahrgemeinschaft.de gesperrt sowie deren Angebote entfernt. Gesperrte Anbieter können sich mit den registrierten Identifikationsmerkmalen nicht wieder bei Fahrgemeinschaft.de anmelden. Ggf. werden wir Identifikationsmerkmale der gesperrten Anbieter über eine blacklist öffentlich einsehbar darstellen.

Aufgrund unserer Bemühungen den gewerblichen Missbrauch bei Fahrgemeinschaft.de bestmöglich zu unterbinden, wurden bisher 196 Anbieter bei Fahrgemeinschaft.de gesperrt sowie deren Angebote entfernt.

Seit mehr als einen Monat bekämpfe ich verstärkt den Missbrauch dieses Portals durch gewerbliche Fahrer ohne Gewerbeschein!

Den Erfolg seht ihr ja in der obigen Statistik dargestellt. Allerdings ist mir einiges dabei aufgefallen.

Da stellen Leute z.B. für Fr. und So. in eine Richtung rein, ohne eine Fahrt in die andere Richtung zu inserieren. Die schreiben dann in den Text rein: Ich fahr freitags von A nach B und sonntags von B nach A.

Aber warum inseriert ihr das nicht so? Wie finden euch denn die Mitfahrer?

Ich bitte euch (auch in eurem Sinne), da 2 Fahrten anzulegen, eine Hin- und eine Rückfahrt! Das hilft euch beim MF- Finden und mir bei der Suche nach den schwarzen Schafen!

Andere wiederum inserieren von Mo.- So. längere Strecken, aber aus dem Text geht hervor, dass sie Donnerstag oder Freitag in die eine und Sonntag oder Montag in die andere Richtung fahren.

Außerdem scheint es gar keine schwarzen Schafe unter den Fahrern und MF zu geben! Wir hatten schon ewig keine Meldung dahingehend! Es wäre ja schön, wenn das so wäre, aber allein der Glaube fehlt mir!

Also unterstützt mich ruhig in der Bekämpfung des Missbrauchs! Bitte meldet uns bei Verdacht gewerbliche Fahrer über die Funktion „Missbrauch melden“ am unteren Seitenende eines Fahrtenangebots (oder schickt uns eine email an missbrauch@fahrgemeinschaft.de ).

Vielen Dank dafür im Voraus!

Gewerbliche Fahrer sind als solche im Moment in ihren Inseraten gekennzeichnet, indem sie ihr Logo verwenden, allerdings erst, wenn sie durch uns verifiziert wurden!

Mit fahrgemeinschaftlichen Gruß wünscht Euch allzeit gute Fahrt und Mitfahrt

Euer Admin M

Diese Erfahrung bestärkt mich bereits in der im alten Portal vertretenen Meinung, das dieses Thema mehr als überbewertet zu sein scheint. Wir haben damals nachgewiesen, das es schlicht unmöglich ist, mit diesen Marktbedingungen und den zwangsläufig anfallenden Kosten Gewinn zu erzielen. Fast jeder Van-oder Busfahrer mit mehr als 5 Sitzplätzen wurde unter Generalvdacht gestellt, zwangsläufig ein Professioneller zu sein, half auch nicht, wenn er schlüssig darlegte, warum er mit so einem Fahrzeug unterwegs ist. Allein diese Hetzjagt ist schon mehr als fragwürdig, von dem verbreiteten Imageschaden, derart öffentlich verbreitet, sowohl für das Portal als auch für den betroffenen Privatfahrer einmal abgesehen.

Nur, immer die gleichen Protagonisten wollten in meiner aktiven MFG-Zeit verbissen mit den haarsträubensten Annahmen und Rechenbeispielen den Beweis liefern, daß ein Gewinn sehr wohl möglich sei. Leider hielt nicht eins deren Rechenkunststücke einer betriebswirtschaftlichen Würdigung stand.

Wird jetzt auch hier im Portal ein Phantom gejagt? Wäre mehr als Schade, wenn viele ganz normale normale Fahrer plötzlich in die kriminelle Ecke gestellt würde, selbst wenn es tatsächlich einige wenige Träumer geben wird, die meinen, auf diesem illegalen Wege das große Geld machen zu können und definitiv gegen geltendes Recht verstoßen. Her gab es schon Stimmen von Mitfahrern, die bei Ausfall solch „gewerblicher Fahrer“ um Wegfall der für sie günstigsten Fahrten fürchten.

Egal wie man es betrachtet, allen gleichzeitig kann man es leidert nie recht machen.

Liebe fahrgemeinschaft, bleibt solidarisch miteinander, einig und stark!

@sven

Also, da möcht ich dir widersprechen!

Wieviele MF sind schon von diesen gewerblichen Fahrern stehen gelassen worden, weil diese ihre Schrottkarren einfach überbucht haben?

Wieviele MF haben schon von total übermüdeten Fahrern und den schon erwähnten Schrottkarren berichtet?

Sicher machen sie vielleicht nicht allzu viel Gewinn, aber zum Leben reicht`s! Naja, wenn man einen Kleinbus mit 8 Plätzen z. B. von Köln nach Berlin voll kriegt, hat man mit 240 Euro sicher mehr als einen Unkostenbeitrag!

Ein weiterer Punkt ist, dass diese gewerblichen Fahrer den ordentlichen Fahrer wie du und ich die MF wegnehmen.

Aber was spricht dagegen, von solchen Fahrern einen Gewerbeschein zu verlangen? Es bietet eine gewisse Sicherheit für die MF!

Gruß und Gute Fahrt

Micha

Es geht nicht darum ob man Gewinn erzielt oder nicht.

Man kann gewerblich sein und Verlust erwirtschaften. Passiert jeden Tag.

Wenn der eine Pleite ist, versucht es der andere.

Ausserdem: Kann durchaus sein, dass man damit rechnet Verluste zu machen.

Gruß Robert

update.

Ihr seid Klasse!

Fahrgemeinschaft.de  ist nun das erste Mitfahrportal, daß gegen unseriöse Fahrer und deren Missbrauch vorgeht.

Das ist eine riesengroße Hilfe und Wertschätzung gegenüber uns ehrlichen Fahrern und Mitfahrern.

Danke, an das Team von FG

Hallo Manfred,

vielen Dank für das Kompliment!

Da es immer schwieriger wird, gewerbliche Fahrer zu erkennen, bitte ich euch alle weiter um Mithilfe unter missbrauch@fahrgemeinschaft.de !

Nur so können wir sie gegen 0 kriegen.

Viele Grüße

Admin M

Nehmen wir an, es fährt jemand von Frankfurt nach Kassel - Freitagabends. Zum Beispiel, weil er im Schichtdienst arbeitet und Fernpendler ist und Nachtdienst hat. Morgens fährt er um 6 Uhr wieder nach FFM. Ich würde in diesem Fall auch nur den Hinweg inserieren, weil 1.) morgens um 6 keine Sau mitfahren will und weil 2.) das viel zu gefährlich wäre, wenn man die Nacht über nicht geschlafen hat. Und wenn man Mitfahrer hat, dann kann man auch nicht einfach einen Parkplatz ansteuern und den Sitz runterdrehen um  eine Runde zu schlafen…

Nehmen wir an, ich besuche eine Freundin in München. Dazu fahre ich Freitagnachmittag von Stuttgart nach München. Ich weiß aber noch nicht, wann ich zurückfahre…spät abends, am nächsten Morgen, ein Tag später ? Da inseriere ich dann auch nur einen Weg.

Nehmen wir an, ich bringe Umzugsgut in die Wohnung meines Bruders, der gerade nach Nürnberg umgezogen ist. Da werde ich auf dem Hinweg niemanden mitnehmen - aber auf dem Rückweg.

Nehmen wir an, meine Lebensgefährtin wohnt 200km entfernt. Ich fahre zu ihr und nehme sie am nächsten Tag mit zu mir. Den HInweg inseriere ich - den Rückweg nicht, denn sie will nicht, dass fremde Personen im Auto sitzen.

Nehmen wir an, ein Verwandter liegt in einer Spezialklinik, 100km oder 200km entfernt - auf der Intensivstation. Ich will ihn besuchen, weiß aber nicht, wie lange ich bleiben kann oder ob ich länger warten muss, bis ich rein darf oder einen Gesprächstermin mit dem Arzt bekomme…dann inseriere ich nur den HInweg, nicht aber den Rückweg, weil ich keine Uhrzeit nennen kann.

Nehmen wir an, ich habe einen Hund. Ich beabsichtige, in den Urlaub zu fahren. Dazu bringe ich den Hund zu Freunden, die 200km entfernt wohnen. Auf dem Hinweg nehme ich niemanden mit - wegen dem Hund. Auf dem Rückweg schon.

Nehmen wir an, ich arbeite für ein Unternehmen, dass mich zu seiner Niederlassung in XY Town beordert. Dort gibt man mir einen Firmenwagen für die nächsten drei Tage. Mitnahme fremder Personen verboten. Da inseriere ich dann auch nur den Hinweg und den Rückweg erst nach vielen Tagen…oder auch gar nicht, wenn ich nicht weiß, wann ich wieder heimfahre…

Usw… Es gibt viele Gründe, warum man nur einen Hinweg inseriert.

Ich finde das System Mitfahrgelegenheit inzwischen sehr ungemütlich…Bei mfg wird abkassiert, auf anderen Seiten besteht keine Nachfrage und hier wird das Inserierverhalten untersucht und wenn es nicht „homogen“ aussieht, dann läuft man Gefahr, kriminalisiert zu werden…mir gefällt das alles gar nicht, weshalb ich schon lange gar nichts mehr inseriere. Mir ist das wegen der paar Euro und der vielen Unanehmlichkeiten schlicht zu doof geworden. Und zwar auf allen Seiten in jeder Hinsicht.

Gruß Matze

Hallo Matze

zunächst möchte ich dich darauf hinweisen, dass hier keiner kriminalisiert wird! Es bekommt keiner Handschellen um oder wird per Strafbefehl gesucht!

Ich versuche immer abzuwägen, welche Anzeichen dafür sprechen, dass jemand gewerblich ist oder nicht. Wenn ich mir etwas unsicher bin, schreibe ich denjenigen an, wenn ich sein Profil sperre. Wenn er mir dann eine plausible Begründung oder einen Gewerbeschein schickt, wird das Profil wieder freigeschalten und fertig!

Die mit Gewerbeschein vermerken dann in Ihrem Text, dass sie gewerblich unterwegs sind.

Ich habe selbst mitbekommen, dass viele User wünschen, dass diese „Viehtransporte“ aussortiert werden. Deshalb habe ich angeboten, dass ehrenamtlich zu tun. Es ist manchmal nur schwierig, ehrliche von unehrlichen Fahrern zu unterscheiden. Mir hat allerdings noch kein Gewerblicher zurückgeschrieben und hat sich beschwert, dass er nicht mehr in seinem Account kommt.

Da diese Leute sich immer wieder anmelden, brauch ich auch immer solche Tipps von ehrlichen Usern.

Gruß von Admin M

Lieber Admin !

Die Frage ist doch, was gewerblich ist…und das Leben ist so bunt wie eine Sommerwiese…da gibt es alles, was man sich denken und nicht denken kann.

Nehmen wir an, ein Vertreter ist von Mo bis Fr auf der Straße und fährt jeden Tag in einem Gebiet von 200 oder 300km umeinander. Er muss niemanden mitnehmen, weil er die Karre bezahlt bekommt bzw. weil sie Teil seiner Betriebsausgaben ist, wenn er eigenverantwortlich wirtschaftet. So jemand hat ein hohes Fahraufkommen. Wenn er immer inseriert, wird man schnell denken, er sei gewerblich unterwegs. Ist er ja auch, aber nicht zu dem Zweck, Leute zu transportieren. Jetzt wird es schon schwierig: Erkläre ich seine vielen Fahrten zu einem Gewerbe oder ist es nicht so, dass auch hier gilt, was eigentlich immer gilt: Er fährt sowieso - warum soll er das leer tun ?

Anderer Fall: Jemand arbeitet im Schichtdienst - hat also unregelmäßige Arbeitszeiten. Mal abends, mal morgens, mal nachts. Und er arbeitet für ein oder zwei Jahre in 250km Entfernung. Und er zieht auch nicht dort hin um, weil er weiß, dass es nur vorübergehend ist - oder weil er zum Beispiel eine Eigentumswohnung besitzt und nicht auch noch Miete für eine temporäre Zweitwohnung zahlen will. Vielleicht hat er auch Frau und Kind zu Hause und legt wert auf das Familienleben…alles Gründe zu pendeln, auch wenn es 250km sind. Der wird auch drei, vier mal in der Woche inserieren. Ist das gewerblich ? Auch derjenige fährt sowieso und nicht wegen der Mitfahrer.

Nächster Fall: Jemand hat übers Internet seine Freundin kennengelernt. Sie wohnt 200km entfernt und hat Kinder, die noch bei ihr zu Hause wohnen. Zusammenziehen ist deshalb nicht möglich… blöd ist auch noch, dass die Freundin kein Auto hat. Also fährt er jeden zweiten Tag hin, übernachtet dort und fährt wieder heim…Und weil sich an den Verhältnissen nichts ändert, bleibt das über Monate / Jahre so. Ist das auch gewerblich ?

Man sieht…es sind schnell Situationen da, die aussehen, als wären sie gewerblich, sind es aber nicht. Und genau hier sehe ich die Probleme, die man mit dieser Hexenjagd ruft. Durch diese „Kontrollen“ nämlich, muss man erst einmal definieren, was „normal“ ist und was nicht. Und genau hier gehen die Ansichten weit auseinander.

Ich freue mich deshalb über solche Nachrichten nicht, denn ich weiß: Das gezielte Suchen nach „Schwarzfahrern“ bedeutet als allererstes, dass man festlegt, was „normal“ ist. Und damit hat man ein Raster durch das auch diejenigen durchfallen können, die keine „Schwarzfahrer“ sind.

Und jetzt will ich noch etwas letztes anmerken, was indirekt mit der hier diskutierten Thematik zu tun hat. Und das wissen all diejenigen, die nicht nur ein oder zwei mal im Monat eine Fahrt anbieten:

Mitfahrer haben Ansprüche: Sie wollen abgeholt werden oder zumindest einen gut erreichbaren Treffpunkt. Will es der Fahrer ihnen hier recht machen, dann muss er ggf. von seiner Strecke abweichen, also einen Treffpunkt akzeptieren, der nicht unmittelbar an seiner Strecke liegt, sondern der einen „Schlenker“ erfordert. Das verlängert seine Reisezeit und kostet ihn extra Sprit und Verschleiss. Auch wollen die Mitfahrer, dass der Fahrer pünktlich den Treffpunkt erreicht. Mitfahrer wollen schnell von a nach b kommen. Sie sind für eine zügige Fahrweise dankbar - Sprit sparen iss nicht. Im Stau stehen wollen sie auch nicht - und die Wahl einer Alternativroute mögen sie eigentlich auch nicht. Mitfahrer wollen möglichst wenig bezahlen und sie wollen, dass möglichst nicht alle Plätze im Auto belegt sind. Das der Fahrer ein geübter Fahrer ist wollen sie auch und dass das Auto sauber und technisch in Ordnung ist, wollen sie sowieso. Auf Verlangen wollen sie Pausen und möglichst nette Sitznachbarn…

Will damit sagen: Es gibt eine ganze Liste an Punkten, die sich der Mitfahrer wünscht.  Und je mehr solcher Punkte es gibt, umso mehr können Dinge nicht so sein, wie es sich der Mitfahrer vorstellt. Denn das Leben ist nun mal bunt und manches von dem was ich gerade aufgezählt habe, hat der Fahrer gar nicht in der Hand. Verständlich, dass die Mitfahrer das alles wollen, aber es ist eben nicht immer alles machbar. Zum Beispiel kennt der Fahrer die Körpervolumina seiner Mitfahrer nicht - folglich weiß er gar nicht, ob das Auto dann einfach nur voll oder ranmelvoll ist. Ob einer der Mitfahrer stinken wird oder frisch geduscht ist. Und hier geht dann der Ärger los. Und wer kriegt den ab ? Natürlich nicht der andere Mitfahrer, sondern der Fahrer. Der mutiert dadurch schnell zum Mädchen für alles. Und wenn jetzt auch noch die Vermittlungsseite kommt und mich durch ein Raster zwängt um mir zu sagen, was „normal“ ist und was nicht, dann wird der Bogen entgültig überspannt. Dann stehen die paar Euro Tankhilfe nicht mehr im Verhältnis zu all dem, was ich an Nachteilen dulde. Und genau dorthin kommt man, wenn die Vermittler jetzt auch noch meinen, dass sie Bedingungen und Kriterien aufstellen müssten, wie inseriert werden muss, was inseriert werden muss usw… Bei mitfahrgelegenheit ist dies der Umstand, dass man wissen will, wieviele Plätze vermittelt wurden umsodann die Hand aufhalten zu können - dort gibt es deshalb ein Regelkorsett, wie die Vermittlung aussieht. Na danke, da haben wir alle drauf gewartet.

Und was diejenigen Fahrer angeht, die das gewerbliche Spiel mit den VW Bussen treiben: Mag sein, dass man die nicht will. Aber, sehen wir die Sache doch mal so wie sie ist:

Rational betrachtet gibt es die doch nur deshalb, weil sie offensichtlich ihre Busse voll kriegen. Wäre dem nicht so, dann würde das ganz schnell aufhören - von allein. Und warum hört es nicht von selbst auf ? Ja weil es offenbar nicht genug angebotene Plätze gibt. Offenbar gibt es zu manchen Zeiten auf manchen Strecken mehr Leute die mitfahren wollen, als Leute, die selbst fahren und Plätze anbieten. Was wäre also, wenn es diese Bustypen nicht geben würde ? Naja - ganz einfach: Es gäbe ettliche, die statt MFG mit dem Zug reisen müssen.

Ich weiß, dass man jetzt entgegnen könnte: Die Busse werden voll, weil die weniger verlangen als der normale PKW Fahrer, der sowieso fährt. Aber an wem liegt das ? Das liegt doch am Mitfahrer, oder nicht ? Wenn ich für eine Strecke nüblicherweise 20 Euro zahle und jetzt inseriert einer das für 14 Euro, dann ist doch klar, dass das jemand ist, der einen Bus hat und den voll hauen will. Wer ist es denn, der zuerst beim 14 Euro Angebot anruft ? Das ist doch der Mitfahrer, oder täusche ich mich da ?

Und offenbar ist es so, dass es den Mitfahrer nur in zweiter Linie interessiert, ob das ein Busfahrer ist oder nicht…die 14 Euro sind ihm erst einmal wichtig. Und hinterher steigt er aus, vergisst dass er es selbst war, der den billigen Tarif allen anderen Aspekten vorgezogen hat und schimpft: „Scheiss Busfahrer“.

Und jetzt gibt es Mitfahrseiten, die genau diese Busfahrer bekämpfen - und nebenbei gleich mit diejenigen, die kein „normales“ Inserierverhalten zeigen. Ich glaube man kann verstehen, warum mir das nicht gefällt.

Gruß Matze

Hallo Matze, es geht doch hier gar nicht darum, VW-Bus Fahrer zu sperren.  Es gibt viele Mitfahrer/Innen die sogar sehr gerne im Kleinbus fahren, weil man dort sehr bequem sitzt und sie freuen sich dort noch einen Platz bekommen zu haben.  Ich selbst fahre auch einen VW T5 und jeder Mitfahrer war bisher zufrieden.  Da gibt es ganz viele ehrliche und gute Fahrer unter uns.

Allerdings muß man unterscheiden, wenn ein Fahrer täglich ca. 500 km hin - und zurückfährt. Diese Fahrer sind dann natürlich übermüdet und das finde ich unverantwortlich. Damit es nicht auffällt wird die Rückfahrt dann mit einem anderen ausgedachten Namen angegeben. Man merkt es aber ganz schnell, wenn man die Person anruft, daß die gleiche Stimme am Telefon ist. Oft auch nur gebochenes deutsch. Am Profil erkennt man, daß sich der Fahrer schon wieder ganz neu angemeldet hat. Mitfahrer haben mir schon von solchen kriminellen Fahrern berichtet. Da wiurde am Telefon nicht das Kennzeichen genannt und beim eigenen Namen kamen sie durcheinander. An Ort und Stelle waren dann viel mehr Mitfahrer da und ein sog. Kollege sollte noch kommen usw.

Solche Fahrer zu erkennen und zu sperren finde ich richtig und hilft uns doch allen. Ich glaube es ist gar nicht schwer mit etwas Mühe, seriöse von unseriösen Fahrern zu unterscheiden.

Ich lese hier immer wieder von irgendwelchen abstrusen Kriterien bezüglich der Erkennung von gewerblichen Fahrern. So z.B. Schrottkarren (wieso sollten die Gewerblichen Schrottkarren fahren? Wieso sollten nicht Gewerbliche keine Schrottkarren fahren?) oder T5, Transit usw.

Das sind doch alles eher Urteile über Fahrer, die aus Vorurteilen entstanden sind. Welches sind denn tatsächlich objektive Kriterien? Gibt es konkrete Merkmale, die dies tatsächlich nachweisen?

Ich selber habe vielen Leuten mit meinem damaligen Kleinbus bei Transporten bei gleichzeitiger Mitfahrt über lange Distanzen geholfen. Entsprechend war der Endtarif nicht gerade ein kleines Trinkgeld. Bezogen auf den km Tarif kam ich aber dennoch nie auf höhere Einnahmen als das, was ein Pkw Fahrer bei einer Auslastung von max 4 Personen bekommen hätte (20 €/100 km). Dabei waren oft 2 Personen an Bord nebst Bett, Schreibtisch, Fahrrad, Umzugskisten usw., und damit deutlich mehr, als 2 Personen + 2 weitere Personen an Platz benötigt hätten. War ich deswegen damals ein gewerblicher Fahrer?

Also ich denke auch, dass da teilweise eine regelrechte Hexenjagd betrieben wird. Zunächst Thema Übermüdung.

Worin liegt der Unterschied, wenn jemand um 5:00 Uhr aufsteht, um 7:00 auf der Arbeit ist, um 16:00 Uhr Feierabend hat und um !7:00 Uhr eine 500 km lange Fahrt anbietet - zu jemand, der um 8:00 Uhr aufsteht, um 9:00 eine 500 km lange Fahrt macht, 4 Std. später ankommt und nach einer Stunde, also 14:00 Uhr, wieder zurück fährt und gegen 18:00 Uhr am Ziel ist? 

Da ist doch wohl Ersterer eher erschöpft, es sei denn er ist Beamter :wink: kleiner Scherz

Dann die Frage nach den Schrottkisten. Auch da habe ich ein Problem mit der Logik. Stellen wir uns vor, es wäre Stunde null, du sitzt morgens so rum, hast nichts zu tun und überlegst, wie du etwas Kohle verdienen könntest. Da fällt dir ein, dass du vielleicht als „Schwarz-Shuttle“ ein paar Leute fahren könntest.

Damit sich das lohnt, brauchst du am besten einen Diesel, mit Partikelfilter (sonst kriegst du die grüne Plakette nicht und bliebst an manchen Stadttoren haften) und mindestens 6 bis 8 weitere Sitzplätze. Ein Blick zu mobile.de sagt dir, dass man für so eine gebrauchte Karre auch noch gut und gerne um die 15.000,- € abdrücken darf. Dabei haben die Kisten aber auch schon 100 oder mehr tausend Km auf der Uhr.

Nun stellen wir uns vor, du fährst jeden Tag 500 km hin und her, also 7.000 km pro Woche. Nach einem halben Jahr hast du zu den bestandenen km nochmals 182.000 dazu gefahren. In der Zeit sind, weil es ja dein Arbeitsmittel ist, einige Serviceleistungen von Nöten. Ölwechsel, Reifen, Inspektionen etc. Machst du das nicht, ist die Kiste schneller im Autohimmel als dir lieb ist.

Was ich also sagen bzw. fragen will, ist: Sollen wir wirklich glauben, dass hunderte von schwarz fahrenden Fregatten sich auf den Mitfahrportalen tummeln? Für mich ist es eh ein Rätsel, wie sich so etwas rechnen soll.

Grüße

Wer immer noch keine Ahnung hat, was immer verstärkter abgeht, guckt vielleicht mal hier:

http://www.myvideo.de/Videos\_A-Z?searchWord=mitfahrgelegenheiten

Es ist schon unfassbar naiv, die Existenz gewerblicher Fahrer und die mit ihnen verbundenen Risiken zu ignorieren oder zu verharmlosen.

Diese Leute tricksen ohne Ende, mit falschen Namen und Autos, fahren TÄGLICH z.T. mehr als 1.000 km

und sie täten es nicht, wenn es sich nicht lohnen würde.

Aber „das sich lohnen“ ist relativ…wenn jeden Tag 50 € Gewinn übrig bleiben, ist das für viele Menschen viel, für andere nicht.

Zu welcher Sorte diese Fahrer gehören, sollte klar sein.

Und ja, es sind hunderte, allein zwischen Köln und Berlin sowie zurück sind es locker mal 60-80 !!!

@ micha von oj

Zitat:

Nun stellen wir uns vor, du fährst jeden Tag 500 km hin und her, also 7.000 km pro Woche. Nach einem halben Jahr hast du zu den bestandenen km nochmals 182.000 dazu gefahren. In der Zeit sind, weil es ja dein Arbeitsmittel ist, einige Serviceleistungen von Nöten. Ölwechsel, Reifen, Inspektionen etc. Machst du das nicht, ist die Kiste schneller im Autohimmel als dir lieb ist.

Glaubst du im Ernst, solche Fahrer besuchen Fachwerkstätten ?

Und zum Begriff Hexenjagd:

Diese Fahrer zocken manchmal ihre Mitfahrer auf eine Art und Weise ab, das ist unglaublich…da werden z.B. nach der Hälfte der Fahrt plötzlich höhere Preise als abgemacht kassiert, oft bei einem Fahrerwechsel auf einem BAB-Parkplatz…

was macht dann die kleine Studentin, die vor 2 ausgewachsenen Männern steht ???

Hättest du dann die Courage, etwas dagegen zu unternehmen bzw. nicht zu zahlen und stehen gelassen zu werden.

Wie viele Einträge in schwarze Listen muss es eigentlich noch geben, bevor du begreifst, wie gefährlich diese Transporte für Mitfahrer sind ???

@ matze

Der Maßstab, gewerbliche von normalen Fahrern zu unterscheiden, ist ganz einfach:

Fährt jemand aus privaten Gründen und hat er eine Gewinnerzielungsabsicht ???

Wenn du ersteres verneinen kannst und zweites bejahst, hast du einen gewerbliuchen Fahrer vor dir.

Die Anzahl der Fahrten vor allem, das verwendete Auto und Hin- und Rückfahrt am selben Tag sind eindeutige Anzeichen.

Naja: taff deckt auf.

Ansonsten gilt nach wie vor: der gesunde Menschenverstand hat einen schon vor so mancher Dummheit bewahrt.

@supernovaberlin

handelt es sich nun um einen Transporter der mit 8 Personen vollgeknallt wird? Woher kommt dann die einzelne „kleine Studentin“ die zwei ausgewachsenen Männern gegenüber steht.

In einem Punkt hast Du recht: es gibt mysteriöse Angebot. Ein Blick auf Berlin-Köln zeigt:

Aktuell heißt er Tony und fährt bis Weihnachten Täglich von Polen nach Belgien.

https://www.mitfahrgelegenheit.de/profile/view/05007c97e569315222a6ea2b5edb321a

Insofern obliegt es dem Mitfahrer mit gesundem Menschenverstand, vorher mal ins Profil seines Fahrers zu klicken. Vielleicht ist es ja auch nur die Sekrätarin eines großen Busanbieters, die die Leute endlich vom Mitfahren abbringen soll. Von Ihrem Chef beauftragt natürlich. Wenn die Leute die Fahrt für den angegebenen Preis fahren (und das ist das was Micha von OJ meint) können sie keinen Gewinn erwirtschaften. Wenn Sie während der Fahrt die Preise anheben, sind sie einFall für den Anwalt. Dazu könnte ja auf der zweiten Hälfte der Fahrt bereits die Polizei zum Zielort bestellt werden.

Wenn man die Möglichkeit hat, könnten natürlich auch von unterwegs 12 ausgewachsene Männer zum Zielort bestellt werden.

Zielort, KFZ-Kennzeichen, Farzeugtyp und Farbe, aktuelle Handynummer sind ja in diesem Moment bekannt und verifiziert.

Ansonsten gilt: Wenn ein Fahrer vorher sehr abweichende Angaben gemacht halt, was man ja sieht, wenn man am Treffpunkt ankommt, so steige ich nicht ein. Ansonsten nehme ich als Mitfahrer billigend in Kauf mit einem Schwarz-Taxi zu fahren, und bin auch selbst für Folgeschäden verantwortlich.

Nun werde ich der MFG nicht helfen, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Wenn man das Profil des Tony genauer anschaut, sieht man, daß er an einigen Stellen so eingestellt ist, wie es für Otto-Normal-nutzer gar nicht geht. Da die MFG-Herren aber eher damit beschäftigt sind, die ihre AGB so anzupassen, daß es möglichst laut in der Kasse klingelt, statt wirklich schwarze Schafe abzukassieren…

Dabei wäre es so einfach: Über MFG buchen,Testperson mitfahren lassen, am Ziel wartet die Polizei, aller werden verhaftet, der entstandene MFG Schaden wird hochgerechnet, wird nicht in bar bezahlt, kann ja wahlweise das Auto in Zahlung genommen werden.

Die nicht beantworteten Buchungsanfragen der letzten zwei Monate lassen sich bestimmt in deren System nachvollziehen, also hätte man sicher Zeugen zu Hauf.

Aber das scheitert am Wollen von allen, vermutlich auch der Mitfahrer. Die meisten sind sicher nicht so naiv, daß sie nicht wissen in einem Schwarz-Taxi zu sitzen. Aber auch hier ist erstmal der Geiz halt geil! Warum sollte man auch teuer Zug fahren?